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Behind the Scenes im Museum (Teil 1)

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Wann haben Sie zuletzt ein Museum besucht?

Im Urlaub? Liegt es vielleicht daran, dass Sie immer noch das Bild von verstaubten Museumsräumen und langweiligen Ausstellungen im Gedächtnis haben? Schluss damit! In einer Museums-Blogserie wollen wir mit den Vorurteilen aufräumen, die in unseren Köpfen beim Thema Museum herrschen. Man denkt an eingeschlafene Füße, verstaubte Büsten und Urlaubspflichtprogramm. Das ist längt passé. Wir schauen uns für Sie um und blicken auf die digitale Transformation von Museen, zeigen im zweiten Teil der Serie ungewöhnliche Event-Locations und sprechen in Interviews mit Dr. Christian Gries von den Kulturkonsorten und Dr. Tanja Praske über den Wandel der Museumswelt.

Vorbilder: Museen als eierlegende zukunftsorientierte Wollmilchsau

Mut zur Veränderung

Begriffe wie transparent, offen, modern oder zukunftsorientiert scheinen in Zusammenhang mit Museen ja wie die Faust aufs Auge zu passen? Achtung, da hat sich so manches geändert und althergebrachte Zöpfe wurden längst abgeschnitten. Wie die Frisur das Aussehen und Ansehen einer Person mit bestimmt, definiert sich heutzutage das Ansehen einer Organisation u.a. an der Bekanntheit seines Brands. Das haben Museen auch erkannt.

Digitale Transformation zieht ins Museumsleben ein

Veränderungen digitaler Art, also digitale Transformation, sind auch für Kunstmuseen, welche weltweit ihre Identität stark verändern, von Bedeutung. Heutzutage steht der Auftrag Kultur zu verstehen und zu erleben im Vordergrund. Dabei ist es wichtig, dass Kunst und Kultur sowohl online – auf der Webseite, via Apps oder Videos – als auch real erlebt werden. Absolut notwendig ist die Auffindbarkeit im WWW, denn nur, wer von den Kunstschätzen und -orten weiß, wird diese auch besuchen. Transformation ist ein Prozess und Kulturinstitute stehen mitten drin. Vieles verändert sich bereits, wie hier in dem Video computeranimierte Werke des Malers Vincent van Gogh zu sehen ist.

Der Grund ist einfach: Es werden mutige Schritte ins digitale Leben getan, bevor das jeweilige Museum untergeht und mangels Besucherzahlen seine Daseinsberechtigung verliert. Die Anzahl der Fans und Follower sind für Sponsoren und Budgetverteiler mancher Ausstellungen und Organisationen fast wichtiger, wie Besucherzahlen. Manchmal scheint ein Museum durch besondere Events glänzen zu wollen. So gab es zur Ausstellung Das nackte Leben eine Führung für Naturisten (Nackedeis).

Mehr dazu hier: Nackte Tatsachen: Eine Führung der besonderen Art

Wichtig ist bei den neu eingeschlagenen Wegen, dass es den Besuchern Spaß macht und Aufmerksamkeit erzeugt wird. Gerade durch inspirierende und zielgruppengerechte Auftritte, werden Besucher angelockt, die sonst nie ein Museum besuchen würden. So werden reale Events mit Digitalen Medien verbunden und User Generated Content erzeugen. Denken Sie beispielsweise an ein Instagramwalk, in dem Museumsbesucher anhand von Aufgaben Kunstwerke besser und anders entdecken. So entstehen neue Formate und Dialoge.

Beispiel eines Instagram-Events der MET.

 

Teil 2 der Serie:

Als Folgebeitrag unserer Blog-Serie rund um Museen beschäftigen wir uns mit Museen- und Kultureinrichtungen als Locations für außergewöhnliche Events.

redaktion@brand-l.net

+49 89 71 67 71 8 70

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