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Behind The Scenes im Museum (Teil 2)

Brand.L Blogbeitrag_Behind the Scenes im Museum Teil 2

Das Museum als Eventlocation

In unserer Museums-Blogserie räumen wir mit den Vorurteilen auf, die in unseren Köpfen beim Thema Museum herrschen. Langweilige Ausstellungen, ältere Herren die in der Ecke sitzen und genervte Kinder an der Hand ihrer Eltern. Auf dieses Image haben die Museen jedoch reagiert und bieten mittlerweile weit mehr als nur Bilder an der Wand. Im ersten Teil der Serie belichteten wir die digitale Transformation von Museen. In diesem Artikel wollen wir auf die Möglichkeit eingehen, Museen als Eventlocation zu nutzen.

 

Einzigartige Locations von der Muse geküsst

Dass die Auswahl einer Location ein wesentlicher Faktor in der Eventkonzeption darstellt ist längst bekannt. Denn jeder Veranstaltungsrahmen macht die besondere Atmosphäre und das einzigartige Ambiente eines Events aus.

Erwartet wird oft eine Art „Can-not-buy-Location“, also ein Ort, der auf dem ersten Blick nicht buchbar erscheint. Zugleich muss er zentral erreichbar, einzigartig und eine unverbrauchte und exklusive „Überraschung“, passend zum Thema der Veranstaltung und dem Kunden sein. Auf diversen Location Plattformen sind diese „Überraschungseier“ meist nicht zu finden. Nun gilt es mit etwas Phantasie an die Sache heranzugehen – und genau jetzt kommen die Museen ins Spiel.

 

Geben und Nehmen

In den letzten Jahren öffnen immer mehr Museen ihre Pforten und erschließen als Location eine neue Bestimmung sowie Einnahmequelle. Multifunktional einsetzbar punkten sie meist mit besonderer Architektur sowie einem besonderen Flair. Selbstverständlich spielen auch thematische Anlehnungen an Inhalt und Funktion der Museen der jeweiligen Veranstaltungsinszenierung kreative Ideen zu.

 

Beispiele für fünf gelungene Museum-Locations

Münchens Abgussmuseum

Das Museum für Abgüsse Klassischer Kunstwerke in München ist in der Nähe vom Königsplatz und der Glyptothek im Haus der Kulturinstitute untergebracht. Wochentags ist das Gebäude für Besucher geöffnet. Zusätzlich gehen hier Studenten des Zentralinstituts für Kunstgeschichte ein und aus. Bemerkenswert sind zwei Lichthöfe, die über drei Stockwerke reichen. Ausgestellt werden über 1700 Gipsabgüsse, die allesamt aus Gips bestehen.

 

Schokoladenmuseum in Köln

Das Schokoladenmuseum zählt zu den drei beliebtesten Museen Deutschlands. Allein die außergewöhnliche Lage am Ende des Hafenbeckens ist es wert, diese Location in Köln zu wählen. Auch exklusive Führungen oder die dargebotenen Kostproben von nervenberuhigende Köstlichkeiten machen dieses Museum zu einem optimalen Ort für Firmenveranstaltungen.

 

Museum für Kommunikation in Frankfurt

Einen besonderen Rahmen für Ihr Event bietet das prominent am Frankfurter Museumsufer gelegene Museum für Kommunikation. Das 1990 erbaute Museum wurde für seine Architektur des Büros Behnisch und Partner vielfach ausgezeichnet. Es bietet Ihnen einen besonderen Rahmen für Präsentationen, Vorträge, Workshops, zwanglose Zusammentreffen und feierliche Dinners.

 

Berliner Museen unter einem Event-Dach

Unter dem Dach „Museum&Location“ finden Sie verschiedenste Locations der Staatlichen Museen zu Berlin vereint. Von der Museumsinsel in Berlin-Mitte über den Hamburger Bahnhof, das Museum für Gegenwart, bis zum Museum für Fotografie finden Sie hier den richtigen Ansprechpartner für Ihr Event. Das Beste daran ist, dass Sie mit Ihrer Veranstaltung nicht nur sich und Ihren Gästen etwas Gutes tun, sondern die Erlöse aus Ihrer Veranstaltung auch zukünftige Ausstellungsprojekte finanzieren.
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Tipp: Am 21. Mai 2017 ist wieder internationaler Museumstag: Hier können Sie viele Locations live als Event-Ort besuchen.

 

Best-Practice-Beispiel

 

Die Brand.Live GmbH wählte für eine Kundenveranstaltung das Scheepvaartmuseum in Amsterdam als Ort für einen Gala-Abend mit Award-Verleihung aus. Das Museum befindet sich in einem aus dem Jahr 1656 stammenden Lagerhaus der königlich niederländischen Marine und umfasst eine der weltweit größten Schifffahrtskollektionen. Die Herausforderung bestand darin, das bekannte Museum so zu gestalten, dass es trotz hoher Bekanntheit einen Überraschungseffekt bei den Gästen auslöst. Mittels Abhängungen, Dekoration und entsprechender Raumausstattung wurde das Museum zur Bühne mit Gala-Dinner so umgestaltet, dass es ein „neues Gesicht“ erhielt.

Dazu trugen sowohl die fünf Meter hohen extra angefertigten Statuen als auch das 3-D-Mapping von drei Hauswänden –insgesamt ca. 700 qm Mapping-Fläche – bei. Diese Fläche diente sozusagen der Veranstaltung als Leinwand. Perfekt eingesetzte Lichtinszenierungen ließen nun den Raum im neuen Gewand erscheinen. Zusätzlich wurden die Gäste – ganz der Location entsprechend – auch per Schiff zum Schifffahrtsmuseum gebracht und mit einem Aperitif „auf große Fahrt“ geschickt.

 

 

Achtung, Publikumsverkehr

Sicherlich sind Museen dankbare Objekte. Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass sie ein Tagesgeschäft haben und Besuchern quasi täglich offen stehen. Gerade aufwändige und mehr als ein Raum umfassende Events können daher meist nur in Nachtarbeit aufgebaut und vorbereitet werden. Alle Aufbauten sollten deshalb nach Möglichkeit mobil sein, damit sie schnell auf- und abgebaut werden können.

 

Ausblick: In Teil 3 der Museums-Blogserie sprechen wir mit Dr. Christian Gries u.a. über Möglichkeiten und Einsatz von Social Media für Museen und Events.

redaktion@brand-l.net

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